VirtualBox ist ein Virtual Machine Manager, mit dem Sie mehrere Betriebssysteme für x86/x86-64-Prozessoren auf Ihrem Computer ausführen können. Die Liste der unterstützten Gastsysteme umfasst verschiedene Versionen von Windows, verschiedene Linux-Distributionen und verschiedene andere, exotischere Produkte. VirtualBox wird für die vollständige Virtualisierung verwendet, was bedeutet, dass Sie unveränderte Betriebssysteme darauf ausführen können und sich die virtuelle Maschine aus ihrer Sicht nicht vom physischen Computer unterscheidet.
Es gibt keine Virtualisierungsmechanismen, so dass Sie nur Gastsysteme ausführen können, die für die gleiche Prozessorarchitektur konzipiert sind, aber im Gegenzug erhalten Sie eine Leistung nahe dem direkt auf Ihrem Computer installierten System. VirtualBox ist als Typ-2-Hypervisor klassifiziert, d.h. es arbeitet als Programm, das auf einem bestimmten Hostsystem läuft.
Virtualisierte Gastsysteme arbeiten daher "zweistufig" von der Hardware aus. Neben dem Booten von Betriebssystemen können Sie mit VirtualBox auch deren Zustände speichern und wiederherstellen, was besonders beim Testen nützlich ist. Ein Gastsystem kann Inhalte der Zwischenablage, USB- und serielle Geräte, SCSI-Controller und ausgewählte Ordner mit seinem Host teilen.
Darüber hinaus können die Fenster einiger Gastsysteme auf dem Desktop angezeigt werden, als ob sie nativ im Hostsystem gearbeitet hätten. Sie können sich auch über den Remote-Desktop mit dem Gastsystem verbinden und Aktivitäten auf dem Desktop aufzeichnen. Wenn das Gastsystem eines von Windows ist, kann VirtualBox OpenGL 2.0 und (experimentell) Direct3D 8 und 9 Hardwarebeschleunigung bereitstellen, außerdem ist es möglich, 64-Bit-Systeme auf 32-Bit-Prozessoren zu virtualisieren und Intel VT-x und AMD-V Hardware-Virtualisierung zu nutzen.
Sie können SMP mit bis zu 32 virtuellen Recheneinheiten unterstützen. Wenn Sie die Maschine erstellen, auf der das Gastsystem installiert wird, können Sie die Größe des Betriebsspeichers, den Festplattenspeicher und das Format des virtuellen Festplattenspeichers sowie dessen Speicherort auswählen. Sobald Sie Ihre Maschine erstellt haben, können Sie wählen, welche Peripheriegeräte ihr zur Verfügung stehen (sogar Diskettenstation), den Typ des Chipsatzes, die Anzahl der für Ihr Gastsystem verfügbaren Prozessorkerne, die Parameter Ihrer Grafikkarte, Sound, Netzwerk, gemeinsame Ordner und Ports.
Viele VirtualBox-Funktionen sind nicht im Basispaket enthalten. Es lohnt sich auch, das VirtualBox Extension Pack herunterzuladen.







